Was ist Psychotherapie?

 

 

 

 

 

Psychotherapie ist ein Angebot für Menschen, die aus dem Leiden in die Selbstverantwortung kommen wollen. Vielleicht haben viele bisher alle Probleme selbst gemeistert, sind jetzt aber an einem Punkt angelangt, wo es psychisch über ihre Grenzen geht. Es gibt Studien, die besagen, dass Menschen, die psychische Probleme haben, 4 Jahre brauchen, um den Weg zu einem Psychotherapeuten zu finden. Hier spielt Scham, die man sich selbst oft nicht eingestehen kann und natürlich die Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen in unserer Gesellschaft eine Rolle. 

In einer Therapiesitzung lernt man sehr oft, was man selbst wirklich will, wie man seine eigenen Träume, Visionen und Talente in die Welt bringt, schöpferisch ist und durch seine Arbeit Sinn erlebt.

Oft geht es in der Psychotherapie darum, wieder genussfähig zu werden, durch positive Erlebniswerte Freude mit sich selbst, aber auch mit den Mitmenschen (Familie, Freunde, Arbeitskollegen, etc.) zu erleben, was ebenso sinnstiftend sein kann.

Es geht immer auch darum, vom Leiden in die Selbstverantwortung zu kommen, um das Leben wieder aktiv allein gestalten zu können. „Freiheit durch Selbstverantwortung“

Natürlich geht es aber auch um das Erkennen der tiefsten eigenen hinderlichen Motivationen, Sehnsüchte, Triebe und Verhaltensweisen, die bisher das Handeln, Denken und Fühlen negativ bestimmt haben.

Es geht zuerst darum, eine vertrauensvolle Basis für die Zusammenarbeit zu schaffen. Erst durch das ehrliche Verständnis des Therapeuten ist der leidende Mensch in der Lage, Probleme, Ängste und Befürchtungen anzusprechen. Es liegt in der Selbstverantwortung des Klienten, den Psychotherapeuten zu suchen, bei dem man diese tiefe Vertrauensbasis wahrnimmt!

Psychotherapie ist wie ein Handwerk. Ein Tischler bearbeitet Holz, ein Gärtner lässt Pflanzen wachsen. Einem Psychotherapeuten geht es in seiner Arbeitt um die Tiefe der Psyche, des Geistes bzw. der Seele des Menschen. Damit ein Psychotherapeut wirklich gut arbeiten kann, muss er selbst zuerst in die Tiefe seiner eigenen Seele und Urgrunds vordringen. Deswegen muss er selbst hunderte Stunden Einzel- und Gruppenpsychotherapie, genannte Lehrtherapie absolvieren, bevor er mit anderen Menschen arbeiten darf. Diese Selbsterfahrung ist notwendig, damit der Psychotherapeut selbst seine eigenen unbewussten Schatten so weit wie möglich erkennen lernt. Nur so kann er anderen Menschen helfen, unbewusste Hindernisse der Vergangenheit zu erkennen und damit auch Probleme im Hier und Jetzt dauerhaft zu verändern. Auch wird oft erst dann der Weg frei, seine wirklichen Talente transzendent im eigenen Leben und in der Welt zu verankern!

 

 

 

 

 

Schlussendlich kann es in einer Psychotherapie auch darum gehen, unabwendbare Schicksalsschläge anzunehmen und sogar aus den schlimmsten unabwendbaren Ereignissen im Leben noch einen Sinn zu schöpfen.  

Das Leben stellt die Fragen…..Wir sind aufgerufen zu antworten!